Zell im Wiesental

29.8.2011

Die Zwischenergebnisse wurden am Gemeinderat am 18.7.2011 vorgestellt, der Abschlussbericht soll Ende September 2011 präsentiert wird.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass in Zell West ein Abwärmepotential von etwa 550 MWh zur Verfügung steht. Das Wärmenetz Zell West erreicht mit Ausnahme eines Bereiches die erforderliche Anschlussdichte. Der aktuelle Wärmebedarf (Primärenergiebedarf) im für ein Wärmenetz geeigneten Gebiet beträgt ca. 15.000 MWh, in vielen Bereichen werden veraltetete Heizsysteme genutzt (Gasetagenheizungen sind weit verbreitet). Durch neue Technik (ohne zusätzliche Dämmung) ließe sich der Nutzwärmebedarf auf ca. 12.000 MWh reduzieren, durch Investition in Dämmung um weitere 30 %. Eine mittelfristige Deckung von 60 % des Bedarfs durch Abwärme/Holz/KWK wird  als realistisch angesehen. Das Mikronetz Adelsberg auf Basis von Holzhackschnitzel ist sinnvoll, der Bau hat begonnen, die Inbetriebnahme ist für  Ende Oktober 2011 angedacht. Aktuell werden 8 Gebäude angeschlossen.

Die empfohlene Schlüsseltechnologie sind Wärmenetze, als lokale Energiequellen stehen Abwärme der Industrie und Energieholz zur Verfügung. Biogas ist nicht möglich, da durch die extrem steile Topographie im Sommer keine Gülle zur Verfügung steht (alle Rinder stehen auf der Weide), sowie keine Substrate angebaut werden können (ausschließlich Grünland vorhanden, maschinell befahrbare Flächen werden zur Winterfutterbereitung benötigt). Das Wasserkraftpotential der Wiese ist zu 100% ausgeschöpft. Mittelfristig ist Windenergie eine Option, das bereits vorhandene, genehmigungsfähige
Windvorranggebiet „Frommesried“ ist aufgrund zu geringer Windgeschwindigkeiten wirtschaftlich nicht nutzbar. Windräder am „Zeller Blauen“ und an der „Hohen Möhr“ sind bisher nicht Seite genehmigungsfähig.

Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit gab es einige Aktivitäten. Am 15.4.2011 fand ein Workshop statt, Zell war zudem Gastgeber des 4. Kommunalforums
"Bioenergie konkret". Zu allen Aktivitäten gab es ausführliche Berichte im Gemeindeblatt (http://www.stadt-zell.de/index.php?id=122) und in der Lokalpresse (http://www.waldwaerme.de/laufendeprojekte/index.html)

In den nächsten drei Monaten soll der Endbericht der Machbarkeitsstudie im Gemeinderat vorgestellt werden und weitere Schritte für Zell West (September)
festgelegt werden. Das Mikronetz Adelsberg soll im November eingeweiht werden.

 

24.5.2011

Zell ist mit fast 6.000 Einwohnern die größte Gewinnergemeinde im Wettbewerb. Beim Projekt im Rahmen des Wettbewerbs „Bioenergiedörfer am Start“ soll konkret der Auf- und Ausbau zweier Nahwärmenetze auf Basis von Holz bzw. Abwärme in Kombination mit einer verbesserten Nutzung des Energieholzangebots erfolgen: eine Studie für den Bereich Zell West und eine für den Bereich Adelsberg. Für den Bereich Zell West wurde bei Dr. Daniel Weiß eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um zu prüfen, ob der Aufbau neuer Wärmenetze auf Basis von Holzhackschnitzeln und Abwärme der Firma Mahle technisch machbar und ökonomisch sinnvoll ist. 

Die Projekte in Zell sind bereits recht weit fortgeschritten: In Zell West wurde die Messtechnik für die industrielle Abwärme installiert, die Erfassung des privaten Gebäudebestands beginnt im Mai 2011. Daneben wurden erste Kontakte mit örtlichen Großabnehmern wie der Benninger GmbH, der Baugenossenschaft Zell, der Mahle GmbH und der Zellaerosol GmbH geführt und erste Daten erhoben.

Für das Mikronetz Adelsberg werden zur Zeit erste Verträge geschlossen, ein Großteil der Kunden ist akquiriert und die Umsetzungsplanung läuft. Baubeginn in Adelsberg ist voraussichtlich Juli 2011.

Termine, Veranstaltungen

Breitnauer Bürger besichtigen die Bioenergiedörfer Immendingen-Mauenheim und Leibertingen

20 Bürgerinnen und Bürger aus Breitnau besuchten am 26.11.2011 die Bioenergiedörfer...


5. Kommunalforum "Bioenergiedörfer auf dem Weg" am 25.10.2011 in Oberharmersbach

Die Kampagne BioenergieRegion Südschwarzwald Plus lädt am 25.10.2011 zum 5. Kommunalforum...


Naturpark Südschwarzwald fördert Gemeinden bei der Umstellung auf eine regenerative Energieversorgung

Gemeinden auf dem Gebiet des Naturparks Südschwarzwald können sich mit bis zu 20.000 Euro bei der...