
24.5.2011
Oberharmersbach, im mittleren Schwarzwald gelegen, zeichnet sich durch eine besonders motivierte Bürgerschaft aus. In der Gemeinde gibt es mehrere Bürgervereinigungen, die an der Entwicklung zum Bioenergiedorf mitarbeiten, u.a. den Arbeitskreis „Energiewende“, die „Energieregion 2010 Mittlerer Schwarzwald“ und die Agendagruppe „Förderkreis Pro O’ha“.
Oberharmersbach strebt als größtes Projekt ein Konzept zur Fernwärmeversorgung des Ortskerns aus Biomasse (regionale Holzhackschnitzel mit KWK) an. Daneben sollen zahlreiche öffentliche und private Gebäude energetisch saniert werden. Ein großes Potenzial besteht im Ausbau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen, die mit Bürgerbeiligung weiter ausgebaut und installiert werden sollen. Die Klimaschutz- und Energieagentur (KEA) und die Ortenauer Energieagentur wurden mit der Erstellung der Machbarkeitsstudie beauftragt.
An einer Bürgerinformationsveranstaltung im Februar dieses Jahres nahmen über 200 Bürgerinnen und Bürger teil. Die Öffentlichkeitsarbeit ist ein Schwerpunkt der Arbeit, zur Zeit konzentriert sich diese auf vier regionale Zeitungen, das örtliche Amtsblatt, den Südwestrundfunk und das Funkhaus Ortenau. In Oberharmersbach selbst ist das Projekt sehr präsent: Über 60 Gaststätten, Einzelhandelsgeschäfte, Schulen, Kindergärten, die Warteunterstände an den beiden Bahnhöfen sowie die beiden Bankhäusern wurden mit Plakaten ausgestattet. In Planung ist auch eine Filmreihe für interessierte Bürgerinnen und Bürger.
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