06.02.2013

Umweltminister Franz Untersteller lobt beim 6. Kommunalforum die Kampagne BioenergieRegion Südschwarzwald Plus und stellt weitere finanzielle Unterstützung in Aussicht

Freiburg, 07.02.2013. Anlässlich seines Besuchs beim 6. Kommunalforum „Das Plus der Bioenergie“ hat Umweltminister Franz Untersteller die vorbildliche Arbeit der Kampagne „BioenergieRegion Südschwarzwald Plus“ gewürdigt: „Die Bioenergieregion Südschwarzwald Plus hat in den vergangenen Jahren mit ihrer Kampagne einen großen Beitrag geleistet, um die Nutzung der erneuerbaren Energien voranzubringen. Für den ländlichen Raum ergeben sich dadurch große Chancen: besonders die Stromerzeugung aus Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse kann massiv zur Wertschöpfung im ländlichen Raum beitragen.“ Es freue ihn deswegen sehr, dass die Bioenergieregion Südschwarzwald Plus die Kommunen auf diesem Weg weiterhin unterstützen wolle. „Wir wollen daher ebenfalls unseren Anteil hierzu beitragen“, stellte Minister Untersteller weitere finanzielle Unterstützung des Landes für die Bioenergieregion Südschwarzwald in Aussicht.


„Wir freuen uns sehr, dass die Landesregierung damit die bisherige Arbeit der Kampagne honoriert und das Projekt weiter vorangetrieben werden kann“, so Landrätin Marion Dammann, die als Vorsitzende des Projektpartners Naturparks Südschwarzwald e.V. die Teilnehmer des Kommunalforums im Freiburger Solar Info Center begrüßte. „In den vergangenen drei Jahren konnte die Kampagne bereits wichtige Impulse in der Region setzen.“ Unter anderem wurden die fünf Gewinnergemeinden des Wettbewerbs „Bioenergiedörfer am Start“ (Breitnau, Dettighofen, Oberharmersbach, Teningen-Heimbach und Zell im Wiesental) auf den Weg zum Bioenergiedorf gebracht. In vier der fünf Gemeinden wurden inzwischen Energiegenossenschaften gegründet, konkrete Maßnahmen wie z.B. Nahwärmenetze stehen kurz vor der Umsetzung. Auf dem 6. Kommunalforum wurden die fünf Gemeinden für die erreichten Etappenziele beglückwünscht. Im Beisein von Minister Untersteller wurde dazu ein kleiner Baum überreicht, der symbolisch für das weitere Wachstum der Bioenergiedörfer steht.

„Mit der Finanzierung durch das Land Baden-Württemberg können wir zusätzlichen Gemeinden den Weg zu einer dezentralen, erneuerbaren Energieversorgung ebnen“, so Rainer Schüle von der Energieagentur Regio Freiburg, die die Kampagne koordiniert. „Das Projektteam sieht sich auch in Zukunft als ein zentraler Wissensvermittler zu den Themen Erneuerbare Energien und Energieeffizienz in der Region.“ In der nächsten Phase ist geplant, weitere Dörfer bei der Durchführung einer Machbarkeitsstudie zu unterstützen – auch finanziell. „Das hat in der ersten Phase sehr gut funktioniert“, so Schüle, „denn derartige systematische Untersuchungen leiten einen strukturierten Prozess vor Ort ein und liefern eine solide Grundlage für spätere konkrete Maßnahmen.“ So könne auch die Konzentration auf einzelne Techniken wie Biogasanlagen vermieden und das gesamte Themenspektrum der Erneuerbaren Energien (Wind, Wasser, Biomasse, Solarenergie, Energieeinsparung) erschlossen werden. „Mit den Studien kann ein Umstellungsprozess angeschoben werden, der den Gemeinden auf professioneller Basis ökonomische und ökologische Handlungsmöglichkeiten aufzeigt.“

Darüber hinaus soll wie schon seit Beginn der Kampagne im Jahr 2010 mit Veranstaltungen wie den Kommunalforen, mit Akteurstreffen und einer breiten Presse- und Öffentlichkeitsarbeit das Thema Bioenergie weiter in der Region verankert werden. Vor allem bei bürgerschaftlich organisierten Projekten fehlt es noch häufig an Know-how, was die rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen angeht. Hier will die Kampagne helfen, bestehende Hemmnisse durch Wissensvermittlung und fachliche Unterstützung zu überwinden.

Auch Partner aus der bestehenden Bioenergieregion im Bodenseekreis werden zukünftig vom Land Baden-Württemberg für ähnliche Schwerpunkte in angrenzenden Landkreisen gefördert. Derzeit finden Abstimmungsgespräche zur inhaltlichen und räumlichen Abgrenzung statt.''


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